Von verspielten kleinen Wuseln bis zu älteren Frettchen – wir helfen jedem Tier, ein sicheres und liebevolles Zuhause zu finden. Dabei unterstützen wir Halter, Interessierte und Tierheime mit Rat, Tat und viel Herz.

Winterzeit – Grippezeit

Frettchen können sich mit der echten Grippe sowie mit zahlreichen menschlichen Erkältungsviren, einschließlich Coronaviren, anstecken. Grund dafür sind ihren menschlichen Lungenrezeptoren sehr ähnliche Strukturen, die sie zu empfänglichen Wirten machen.

Ansteckung

Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion (Niesen, Husten) sowie durch engen Kontakt. Eine Ansteckung ist vom Menschen auf das Tier, vom Tier auf den Menschen sowie zwischen Tieren und sogar zwischen verschiedenen Tierarten möglich.

Typische Symptome

  • Niesen und Husten
  • Nasenausfluss
  • Fieber (Normaltemperatur: 37,8 °C bis 39,2 °C)
  • Lethargie und Appetitlosigkeit
  • Wässrige Augen

Wann ist ein Tierarztbesuch notwendig?

Besondere Vorsicht ist geboten bei:

  • Fieber (Gefahr einer Lungenentzündung)
  • Dehydrierung (Hautfaltentest durchführen)
  • Futterverweigerung (Gefahr der Unterzuckerung)
  • Maulatmung oder bläulichen Schleimhäuten (akuter Notfall)
  • Welpen, alten oder vorerkrankten Tieren

Unterstützende Maßnahmen

  • Keine Eigenmedikation; viele Humanmedikamente wie Aspirin oder Paracetamol sind für Frettchen tödlich
  • Ausreichend Flüssigkeit, Ruhe und Wärme
  • Erhöhung der Luftfeuchtigkeit, z. B. durch feuchte Handtücher ohne ätherische Öle
  • Inhalation mit isotonischer Kochsalzlösung (0,9 % NaCl) über einen Ultraschallvernebler

Vorbeugung

  • Abstand halten, wenn Menschen erkrankt sind
  • Konsequente Hygiene (Händewaschen, Desinfektion)
  • Gegebenenfalls Tragen einer Maske
  • Erkrankte Tiere separieren