Bei der Umstellung des Futters solltet ihr vor allem langsam vorgehen. Ihr Körper muss erst lernen, genügend Magensäure zu produzieren.
Umgewöhnung auf Fleisch und Futtertiere: Ganze Futtertiere: Mäuse, Ratten, Hamster, Meerschweinchen, Kaninchen, Wachteln und Hühner. Küken eher als Leckerchen. Knochen und Fleisch: Hähnchenmägen, Hähnchenherzen, Karkassen, Hühnerhälse, Hühnchenfleisch, Innereienmix.
Tricks zur Gewöhnung:
- Pürieren und schrittweise stückiger werden lassen
- Ums Maul schmieren
- Mit Leckerchen (Paste, Eigelb, Lachsöl) anfüttern
- Futtertier anschneiden (Blutgeruch)
- Kleinschneiden oder per Hand füttern
- Aufhängen zur Förderung des Jagdtriebs
- Futterneid nutzen
Frettchen an hochwertiges Nass- und Trockenfutter gewöhnen: Wenn Fleisch abgelehnt wird, auf hochwertige Sorten (z.B. Catz Finefood, Wildcat Etosha) umstellen. Vorgehen: Über 10 Tage den Anteil des neuen Futters täglich um 10% steigern.
Bei der Umstellung des Futters solltet ihr vor allem langsam vorgehen, damit eure Tiere sowie ihr Verdauungssystem Zeit haben, sich an die neue Nahrung zu gewöhnen. Ihr Körper muss ja, wie oben erklärt, erst lernen, genügend Magensäure zu produzieren, um das neue Futter auch entsprechend zu verarbeiten, ohne dass es dabei zu Durchfall oder Magenschmerzen kommt.
Umgewöhnung auf die Fütterung von ganzen, rohen Tieren und rohem Fleisch, Knochen und Organen.
Am besten findet ihr zuerst heraus, was euren Frettchen am besten schmeckt. Besonders beliebt und daher für den Anfang sehr gut geeignet sind:
Ganze Futtertiere
- Mäuse
- Ratten
- Hamster
- Meerschweinchen
- Kaninchen
- Wachteln und Hühner
- Sprotten (in Maßen)
Auch Küken fressen Frettchen sehr gerne. Sie eignen sich neben Mäusen besonders gut, um eure Tiere an das Fressen ganzer Futtertiere zu gewöhnen.
Allerdings sollten sie wie auch andere nicht ausgewachsene Tiere nicht Hauptmahlzeit sein, da ihre Skelette nicht voll ausgereift sind und darum das Calcium-Phosphor-Verhältnis nicht stimmt. Nicht ausgewachsene Futtertiere sind daher eher als Leckerchen anzusehen.
Knochen und Fleisch
- Hähnchenmägen (Muskelfleisch)
- Hähnchenherzen (besonders gut aufgrund des hohen Gehalts an Taurin)
- Karkassen zum Beispiel vom Huhn
- Hühnerhälse
- Hühnchenfleisch gestückelt
- Innereienmix vom Rind
Damit die Tiere das neue Futter gerne annehmen, könnt ihr:
- Pürieren
Das Futter anfangs zu pürieren, kann sinnvoll sein, damit das Frettchen es besser akzeptiert, weil es sehr bequem ist, das Futter so zu fressen. Das Pürierte sollte dann mehr und mehr stückig werden. Auf Dauer püriert zu füttern ist nicht gut für die Zähne.
- Ums Maul schmieren
Dabei stellt das Frettchen oft fest, dass das neue Futter ja schmeckt.
- Mit Leckerchen anfüttern
Um das neue Futter schmackhafter zu machen und dem Frettchen zu zeigen, dass es essbar ist, könnt ihr es anfangs mit Leckerchen mischen oder einreiben. Hierzu eignen sich besonders: Paste, Eigelb, Hipp Babybrei Bio Rind oder Huhn, Lachsöl, Schmackofatz und/oder Blut.
- Anschneiden
Schneidet das Futtertier an, sodass es nach Blut riecht. Das löst den natürlichen Reiz aus, es zu fressen.
- Kleinschneiden
Fleisch- und Knochenstücke anfangs kleinzuschneiden erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Frettchen sie essen.
- Per Hand füttern
Das weckt Vertrauen in das Futter und zeigt, dass es essbar ist.
- Aufhängen
Ganze Futtertiere anzubinden oder aufzuhängen fördert den Spiel- und Jagdtrieb, da sie dann nicht einfach mitzunehmen und zu bunkern sind. Zudem stellt es eine enorme Erleichterung bei der Reinigung dar. Ihr könnt dazu auch eine Katzenangel benutzen.
- Gemeinsam fressen/Futterneid
Oft löst der sogenannte Futterneid aus, dass das neue Futter gefressen wird, bevor es ein anderer frisst. Fressen Tiere mit, die das neue Futter bereits kennen und akzeptieren, kann das anderen Frettchen außerdem zeigen, dass das neue Futter auch essbar ist.
Was mache ich, wenn meine Tiere ganze Futtertiere und Fleisch nun wirklich nicht mögen?
Zwar sollte man nicht zu schnell aufgeben, jedoch kommt es vor, dass Frettchen absolut kein rohes Fleisch oder Futtertiere fressen wollen. Das ist okay. Ihr könnt sie nicht dazu zwingen.
Frettchen an hochwertiges Nass- und Trockenfutter gewöhnen
Obwohl zu bedenken ist, dass beides unserer Meinung nach keine optimale Lösung ist, da Nassfutter langfristig die Zähne kaputt macht und Trockenfutter zu wenig Feuchtigkeit enthält, ist es hier sinnvoll, wenigstens auf ein hochwertiges Nass- oder Trockenfutter umzustellen.
- Folgende Futtersorten sind unter anderem dafür geeignet:
Nassfutter
- Greenwoods „Nassfutter für Frettchen Huhn“
- Lucky Kitty „Katzenfutter Nass 100% Maus“
- Catz Finefood „Purrrr“ oder „Bio“
Trockenfutter
- Wildcat „Etosha Adult Huhn“
- Applaws „Huhn&Lachs“
- Power of Nature „Natural Cat Meadowland“ oder „Cat Fees Favorite“
Um das Frettchen an ein neues Nass- oder Trockenfutter zu gewöhnen, solltet ihr langsam anfangen und zunächst nur wenig vom Futter unter das alte und vertraute Futter geben. Die Umstellung erfolgt in etwa 10 Tagen und sollte täglich um ca. 10% erhöht werden. Dieser Zeitrahmen ist ein Richtwert und kann individuell variieren.
Wichtig ist, dass die Menge des neuen Futters immer wieder ein wenig gesteigert wird. Nimmt das Tier das neue Futter nicht an oder fühlt sich nicht gut, wird wieder etwas zurückgestellt und vorerst wieder mehr vom alten Futter gefüttert. Versucht dann bald wieder, die Menge des neuen Futters zu steigern, bis ihr irgendwann an dem Punkt ankommt, an dem das neue Futter problemlos akzeptiert wird.
Wie bei der Umstellung auf Fleisch/auf ganze Futtertiere, kann es sinnvoll sein, Leckerchen wie Paste, Schmackofatz, Eigelb, Lachs … unterzurühren, wenn das Frettchen das neue Futter nicht essen will. Auch ist es oft hilfreich, das Futter mit ein wenig warmem Wasser zu übergießen und zu einem Brei zusammenzurühren. Diesen könnt ihr dem Frettchen gegebenenfalls wieder um die Schnauze schmieren, damit es merkt, dass das neue Futter auch schmeckt.
Achtet bei allen Futterumstellungen stets darauf, dass euer Tier genügend isst (Welpen und Jungtiere etwa 20 Prozent des eigenen Körpergewichts, erwachsene Frettchen etwa 10 Prozent). Wenn sie mal etwas weniger essen, was besonders im Sommer oft vorkommt, ist es nicht so schlimm. Es darf nur nicht passieren, dass ein Frettchen das neue Futter völlig verweigert und deshalb unterzuckert. Sollte dies doch einmal passieren, gebt bitte sofort etwas Traubenzucker direkt auf die Zunge oder das Zahnfleisch und sucht umgehend den nächsten Tierarzt auf. Unterzuckerung ist ein echter Notfall. Dasselbe gilt, wenn das Frettchen das neue Futter nicht verträgt, Durchfall bekommt oder sich unwohl fühlt. Gebt dann wieder mehr vom alten Futter. Vermeintliche Erfolge darf man hier nicht erzwingen.
Wenn ihr darauf achtet, braucht ihr euch aber keine Sorgen zu machen. Beobachtet einfach euer Tier/eure Tiere, und wenn ihr bemerkt, dass das neue Futter überhaupt nicht aufgenommen wird, gebt eurem Frettchen erst mal wieder mehr vom alten.
Tipp: Wiegt eure Frettchen während der Futterumstellung am besten mindestens einmal die Woche. So wisst ihr nicht nur, wie viel Gramm es am Tag essen muss, sondern kontrolliert gleich, dass es bei der Umstellung nicht zu viel abnimmt.
Wo bekomme ich Hilfe, wenn mir die Futterumstellung nicht gelingt?
Sollte die Umstellung trotz aller Geduld und unserer Tricks nicht gelingen oder wenn du Sorgen zur Gesundheit deiner Tiere während der Futterumstellung hast, kannst du uns gerne kontaktieren. Gerne helfen wir dir bei Problemen weiter. Wir weisen jedoch nachdrücklich darauf hin, dass das Gespräch mit uns keinen Tierarztbesuch ersetzen kann.
