Zunächst ist klar festzuhalten: Frettchen sind keine Spielzeuge. Weder für Kinder noch für Erwachsene. Als kleine Raubtiere sind sie keine Käfigtiere und benötigen ausreichend Bewegungsfreiheit. Eine dauerhafte Käfighaltung ist daher keine Option.
Frettchen können entweder in einem gesicherten Frettchenzimmer, in einem geeigneten Außengehege oder frei in der Wohnung gehalten werden, vergleichbar mit Katzen oder Hunden.
Ein Zusammenleben von Kindern und Frettchen ist möglich, erfordert jedoch besondere Aufmerksamkeit. Da jedes Frettchen einen eigenen Charakter hat, sollte bei der Auswahl der Tiere darauf geachtet werden, dass sie ein ausgeglichenes und familientaugliches Wesen haben.
Kinder müssen vorab über den richtigen Umgang mit den Tieren aufgeklärt werden. Dazu gehören mögliche Verhaltensweisen wie anfängliche Scheu, Zwicken oder Kratzen. Geduld ist hier besonders wichtig, da Frettchen untereinander sehr wild spielen und erst lernen müssen, dass spielerisches Zwicken für Menschen schmerzhaft sein kann.
Die Verantwortung für die Tiere liegt immer bei den Erwachsenen. Kinder dürfen niemals die alleinige Verantwortung tragen. Kleinere Aufgaben, wie das Aufräumen von Spielzeug oder Reinigen der Toiletten, können gemeinsam erledigt werden. Die Hauptbezugsperson sollte stets eine erwachsene Person sein.
Frettchen und Kinder dürfen niemals unbeaufsichtigt miteinander bleiben. Gemeinsames Spielen kann unter Aufsicht die Bindung fördern, ebenso das vorsichtige Anbieten von Leckerli. Frettchen, die zum spielerischen Beißen neigen, sollten besonders aufmerksam beobachtet werden. Spielzeuge wie Katzenangeln können anfangs hilfreich sein.
Wichtig sind klare Rückzugsorte: Frettchen benötigen sichere Schlaf- und Versteckmöglichkeiten, die für Kinder tabu sind. Umgekehrt sollten auch Kinder Bereiche haben, die frettchenfrei bleiben.
Herumliegendes Kinderspielzeug, insbesondere aus Gummi oder Kunststoff, muss stets weggeräumt werden. Verschluckte Gegenstände können zu schweren Darmverschlüssen führen und lebensgefährlich sein.
Sollte ein Zusammenleben trotz aller Bemühungen nicht funktionieren, muss im Sinne des Tieres über alternative Haltungsformen wie ein Außengehege oder einen separaten Wohnbereich nachgedacht werden.
— Daniela
